Welche Alternative zur Gasheizung gibt es?

Wer noch eine veraltete Gasheizung besitzt, der blickt mit Sorge auf die steigenden Gaspreise. Aus diesem Grund sehen sich viele Haus- und Wohnungseigentümer nach einer Alternative zur Gasheizung um. Wenn Sie den Winter über nicht frieren oder Angst vor der nächsten Abrechnung haben möchten, dann finden Sie in diesem Beitrag einen kompakten Überblick, welche Heizung im Altbau, im Ein- und Mehrfamilienhaus, aber auch in der Eigentumswohnung die bestehende Heizung und den alten Gaskessel ersetzen kann.

Warum lohnt es sich überhaupt, nach einer alternativen Heizmethode zu suchen?

Früher gehörte eine Gasheizung zu den besten Lösungen, um einen Raum schnell warm zu bekommen. Die neue Gasheizung hatte einen hohen Wirkungsgrad und stellte eine zuverlässige Versorgung des Gebäudes mit Wärme sicher. Hinzu kam, dass Gasheizungen gegenüber den hohen Anschaffungskosten anderer Heizmethoden durch vergleichsweise niedrige Preise punkten konnten. Heute geht der Trend weg von fossilen Brennstoffen, da diese nicht nur umweltschädlich sind, sondern auch in absehbarer Zeit verbraucht sein werden. Hinzu kommen die steigenden Preise, die mit dem Einkauf von Gas oder Öl verbunden sind.

Erneuerbare Energien stehen dagegen unbegrenzt zur Verfügung. Energie, die aus Wind, Sonne oder der Wärme des Erdreiches gewonnen wird, ist eine gute Alternative zu den hohen Heizkosten, die ein altes Heizsystem mit Öl oder Gas verursacht. Unabhängiger werden Sie mit einer alternativen Heiztechnik nicht nur von den hohen Kosten, sondern auch von politischen Entscheidungen, die im schlimmsten Fall zu Lieferstopps führen können.

Austauschpflicht für die Gasheizung: Das müssen Immobilienbesitzer wissen

Wer sein Haus noch mit fossilen Brennstoffen beheizt, wird unter gewissen Umständen per Gesetz dazu gezwungen, eine neue Heizungsanlage einzubauen. Gemeinsam mit der EU hat sich Deutschland dazu verpflichtet, die CO²-Emissionen in den kommenden Jahren erheblich zu reduzieren. Dazu wurden zunächst durch die EnEV (die Energieeinsparverordnung) strenge Vorgaben für die Energieeffizienz eines Hauses bzw. einer Wohnung aufgestellt. Im § 72 des GEG ist festgehalten, dass es in alten Häusern eine Pflicht zum Austausch der alten Ölheizung gibt, wenn diese älter als 30 Jahre ist. Auch Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung zwischen 4 und 400 Kilowatt sind von der Austauschpflicht betroffen.

Es gibt einige Ausnahmen, wann eine alte Heizung in älteren Gebäuden nicht zwingend ersetzt werden muss:

  • Niedertemperatur- und Brennwerttechnik
    Handelt es sich um eine über 30-jährige Heizung, die bereits mit einer modernen Niedertemperatur- und Brennwerttechnik ausgestattet ist, muss sie nicht zwingend durch eine alternative Heizung ersetzt werden.
  • Heizen mit Holz
    Wenn Sie Ihre alte Heizung zum Beispiel mit Holz oder anderen Festbrennstoffen beheizen, müssen Sie ebenfalls nicht zwingend eine neue Heizungsanlage einbauen.
  • Nur Warmwasser
    Sollte die alte Gasheizung im Altbau nur zur Warmwassererzeugung dienen, fällt sie ebenfalls aus der Austauschpflicht heraus. 
  • Nur ein Raum
    Wenn Sie mit der alten Gasheizung nur einen einzelnen Raum richtig heizen, dann müssen Sie nicht zwingend nach einer Alternative zur Gasheizung suchen.
  • Kaufzeitpunkt der Immobilie
    In der Frage, ob Sie zwingend nach einer Alternative zur Gasheizung im Altbau suchen müssen, spielt auch das Kaufdatum der Immobilie eine Rolle. Alle Häuser, die vor dem 2. Februar 2002 gekauft wurden und in denen die aktuelle Gasheizung weiter genutzt wird, fallen ebenfalls aus der Austauschpflicht heraus.

Warum Sie von einer Sanierung bzw. einem Austausch der alten Ölheizung profitieren

Auch dann, wenn Sie per Gesetz nicht dazu gezwungen sind, neue Heizkörper bzw. eine neue Heizung einzubauen, lohnt sich diese Investition in den meisten Fällen. Mit alternativen Heizsystemen können Sie bis zu 30 % Heizkosten sparen – bei den aktuellen Preisen amortisieren sich die zusätzlichen Kosten, die Sie für den Kauf, den Einbau und die Inbetriebnahme einer neuen Heizungsanlage mit erneuerbaren Energien investieren, sehr schnell. Sie verbessern damit den energetischen Zustand für das ganze Haus und steigern damit den Immobilienwert. Alternative Heizmethoden sind CO2-neutral und umweltschonend. Außerdem sparen Sie allein dadurch, dass Sie sich unabhängiger machen von den Preisen, die für fossile Brennstoffe aufgerufen werden. Ein weiterer Vorteil moderner Heizsysteme besteht darin, dass eine Smart-Home-Integration möglich ist. Es gibt in der Regel Schnittstellen zwischen Heizkörper und App, sodass Sie mehr Komfort in der Bedienung Ihrer Heizung genießen. 

Was sind erneuerbare Energiequellen?

Energie lässt sich heute nicht mehr nur aus Öl oder Gas gewinnen, sondern auch aus vielen Bereichen der Umgebung. Erneuerbare Energiequellen finden sich im Sonnenlicht, im Wind, um Wasser, in der Erdwärme und in den nachwachsenden Biomassen. Diese Energie ist mittlerweile in Form von Strom, Wärme und Kraftstoff verfügbar. Alternativ zu den fossilen Quellen, mit denen die klassischen Heizkörper versorgt werden, stehen regenerative Energiequellen endlos und vor allem günstig jederzeit zur Verfügung.

Die Wärmepumpe als beste Alternative zur Gasheizung

Wer alternativ heizen oder seine bestehende Gasheizung im Altbau ersetzen möchte, stößt häufig auf die Wärmepumpe als Empfehlung. Moderne Wärmepumpen sind hochgradig effizient, denn sie nutzen die Wärme aus der Erde, der Umgebungsluft oder der Sonne, die kostenlos zur Verfügung steht. Diese Heizung wird mittlerweile schon standardmäßig in neuen Häusern eingebaut, kann aber auch im Altbau als neue Heizung nachgerüstet werden. Sie machen Sie mit einer Wärmepumpe vollkommen unabhängig vom Gas oder anderen fossilen Brennstoffen. Die Wärmepumpe selbst wird mit Strom betrieben, der umweltfreundlich beispielsweise über eine Solaranlage auf dem Dach gewonnen werden kann. Die Kombination Wärmepumpe und Solaranlage ist ideal, um noch umweltfreundlicher zu heizen und dabei noch mehr Geld zu sparen.

Wie funktioniert die Energiegewinnung über eine Wärmepumpe?

Wer im Altbau eine Wärmepumpe nachrüsten oder auch in neu gebauten Eigenheimen zukünftig umweltfreundlich heizen möchte, der trifft mit dieser alternativen Heizung genau die richtige Entscheidung. Die Energiegewinnung ist abhängig von der Art der Wärmepumpe. Es wird entweder über einen Ventilator Wärme aus der Umgebungsluft gewonnen, oder per Kollektor im Erdreich die Wärme gewonnen und in das Heizsystem eingespeist. Die gewonnene Wärme wird auf ein Kältemittel übertragen, das in einem Kältekreislauf rotiert und die Wärmenergie bis in die Heizkörper transportiert. Nach der Abgabe der Energie an die Heizkörper beginnt der Kreislauf von vorn. Hier finden Sie alles zum Thema Wirkungsgrad einer Wärmepumpe.

Vorteile der Wärmepumpe auf einen Blick

  • Heizen ohne fossile Brennstoffe wie Gas
  • Hoher Wirkungsgrad bei guter Dämmung
  • Erzeugt Heizwärme und Warmwasser
  • Kein CO²
  • Umweltfreundliche Heizung
  • Staatliche Förderungen

Das Heizen ohne Gas mit erneuerbaren Energien hat auch einige Nachteile. Es entstehen hohe Anschaffungskosten und auch die Installation ist insbesondere im Rahmen einer Nachrüstung im Altbau mit einigem Aufwand verbunden. Dafür gehen Sie einen großen Schritt in Richtung Autarkie und können sich unabhängiger machen von Strom- und Gaspreisen – insbesondere dann, wenn Sie die neue Heizung günstig mit Solarstrom betreiben. 

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Wärmepumpe als alternative Heizung achten

Wollen Sie im Neu- oder Altbau eine neue Heizung einbauen und haben sich für eine Wärmepumpe entschieden? Dann stehen Ihnen dafür verschiedene Varianten zur Auswahl. Wollen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus zukünftig mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe heizen? Dann benötigen Sie einen passenden Aufstellungsort für die Außeneinheit. Bei einer Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine genehmigungspflichtige Bohrung für die Erdsonden bzw. Erdkollektoren erforderlich und für Wasser-Wasser-Wärmepumpen muss per Brunnenbohrung das Grundwasser erschlossen werden.

Damit Sie mit einer Wärmepumpe im Neu- und Altbau wirklich kosteneffizient heizen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Das alternative Heizsystem braucht eine gute und durchdachte Planung, damit es eine echte Alternative zum Heizen mit Gas werden kann. Insbesondere für die Nachrüstung im Altbau gilt, dass bestimmte bauliche Gegebenheiten erfüllt sein müssen. Die beste Heizung nützt nichts, wenn der Altbau keine gute Dämmung hat. Nur bei gut gedämmten Mauern sowie gut verglasten Fenstern und dichten Türen kann die gewonnene Energie auch wirklich effizient genutzt werden. Zudem sollten Sie beim Kauf der Wärmepumpe darauf achten, dass sie niedrige Vorlauftemperaturen hat. Außerdem lohnt sich diese Alternative zur Ölheizung vor allem dann, wenn Sie eine Flächenheizung (meist Fußbodenheizung) eingebaut haben.

Diese Alternativen zur Ölheizung gibt es neben der Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist nicht die einzige Alternative zur Gasheizung. Daneben existieren weitere Systeme, die ebenfalls sinnvoll sein können.

  1. Infrarotheizung
    Die Infrarotheizung wird ebenfalls mit Strom betrieben. Dazu müssen allerdings oft sehr auffällige Heizpaneele an die Wand gebracht werden. Die Heizung ist sehr effizient und energiesparend, allerdings ist sie stark abhängig von den Strompreisen.
  2. Solarthermie
    Für die Solarthermie dient die Sonne als Energielieferant. Über eine Solaranlage wird Sonnenenergie in Wärmeenergie umgewandelt, die dann zum Heizen verwendet wird. Solarkollektoren auf dem Dach sammeln diese Energie. Durch die hohen Anschaffungskosten ist eine Solarthermie nur dann rentabel, wenn sie längerfristig genutzt wird. Zudem ist die Solarthermie meistens nur in Kombination mit anderen Heizsystemen einsetzbar.
  3. Pelletheizung
    Die Pelletheizung nutzt Holz als nachwachsenden Rohstoff für den Betrieb des Systems. Dabei wird allerdings wieder CO² produziert. Die Kosten für den Brennstoff sind allerdings vergleichsweise niedrig.
  4. Brennstoffzellenheizung
    Eine weitere Alternative zur Gasheizung ist die Brennstoffzellenheizung. Sie erzeugt Wärmeenergie und Strom, indem sie Gas mit Wasserstoff zusammenbringt. Wenn sich beide Stoffe verbinden, dann entsteht Energie. Zum Betrieb der Heizung wird ein Gasanschluss benötigt – wer auf Biogas zurückgreift, kann auch diese Heizung umweltfreundlich betreiben.

Altbau, Neubau oder Eigentumswohnung: Welche Heizung für welche Immobilie?

Nicht jede Alternative zur Gasheizung ist zwangsläufig auch für jeden Wohnraum gleichermaßen gut geeignet. Daher sollten Sie immer individuelle Überlegungen anstrengen, welche Heizart am besten zu Ihnen passt. Wohnen Sie in einem Altbau, der noch schlecht gedämmt ist? Dann kann eine Pelletheizung eine sinnvolle Alternative zur Gasheizung sein. Holz hat einen sehr hohen Heizwert, sodass Energieverluste durch die Wände oder veraltete Fenster ausgeglichen werden können. Für einen gut gedämmten Neubau empfehlen wir Ihnen die Wärmepumpe oder eine Infrarotheizung. In Mietwohnungen kann der Mieter nicht einfach auf eigene Faust die alte Heizung ersetzen. Allerdings können Sie ohne Genehmigung Infrarotheizungen aufstellen, die dann zur Not beim Auszug wieder abgebaut werden können.

Moderne Einfamilienhäuser sind in den meisten Fällen gut gedämmt und sie haben eine entsprechend gute Energiebilanz. Hier lohnen sich vor allem hybride Heizsysteme, bei denen eine Wärmepumpe mit einer Solaranlage auf dem Dach kombiniert wird. Mehrfamilienhäuser haben einen sehr hohen Energieverbrauch – hier kann sich ein Blockkraftwerk lohnen.

Alternative zur Gasheizung, wenn wenig Platz zur Verfügung steht 

Jedes Gebäude und jeder Raum sind anders. Daher muss die Frage nach der besten Heizung auch immer individuell abgewogen werden. Wenn in einem Haus oder einer Wohnung nur wenig Platz vorhanden ist, dann kommt meistens die Wärmepumpe infrage. Bei den Modellen, die sich die Erdwärme zunutze machen, werden Kollektoren ins Erdreich eingesetzt – dies ist zwar genehmigungspflichtig, nimmt aber kaum Platz auf dem Grundstück weg. Die Wärmepumpe selbst hat nur geringe Abmessungen und kann einfach im Keller oder im Heizungsraum platziert werden.

Was kostet eine Alternative zur Gasheizung?

Ein veraltetes Heizsystem zu ersetzen, ist mit einigem Kostenaufwand verbunden. Dennoch amortisieren sich diese Investitionen meistens relativ schnell durch gesparten laufenden Kosten für Gas und Öl. Die Anschaffung einer Wärmepumpe liegt grob zwischen 8.000 und 12.000 EuroPelletheizungen sind noch etwas teurer – hier können sich die Investitionskosten auf bis zu 20.000 Euro belaufen Infrarotheizungen sind dagegen in der Anschaffung deutlich günstiger. pro Heizkörper zahlen Sie je nach Leistung zwischen 150 und 600 Euro. Allerdings werden Infrarotheizungen mit Strom betrieben, den Sie ohne eigene Solaranlage teuer aus dem Netz einkaufen müssen.

Wer seine alte Gasheizung ersetzen möchte, kann allerdings von staatlichen Förderungen profitieren. Im Rahmen der BEG wird ein Investitionszuschuss für Einzelmaßnahmen wie den Austausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe gefördert. Darüber hinaus existieren auch steuerliche Vorteile, bei denen neben dem Kauf des Systems auch die Handwerkerleistungen geltend gemacht werden können. Ihr Klimaanlagen-Partner unterstützt Sie bei der Antragstellung.

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