Klimafreundliches Heizen – Schon lange kein Widerspruch mehr

Klimafreundliches Heizen

Klimafreundliches Heizen ist schon lange kein Widerspruch mehr und sollte auch bei allen Hausbesitzern und denen, die es werden wollen, im Vordergrund stehen! Unser Klima muss geschützt werden und trotzdem möchten wir im Winter nicht auf ein warmes Haus verzichten. Allerdings müssen wir CO₂ einsparen, damit davon nicht mehr so viel in die Atmosphäre aufsteigt und die Erde sich immer weiter aufheizt. Die Erderwärmung ist schon lange kein weit entferntes Problem mehr, sondern so aktuell wie nie.

Was Sie dafür brauchen, um klimaneutral zu heizen, welche Heizsysteme dafür geeignet sind und welche Fördermittel es vom Staat gibt, erfahren Sie hier.

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Welche Möglichkeiten gibt es, für ein klimafreundliches Heizen?

Um klimafreundlich zu heizen, muss CO₂ eingespart werden. Die Heizung als größter  CO₂-Faktor in einem Haushalt gilt als ein wichtiger Aspekt des Klimapaketes, das die Bundesregierung kürzlich beschlossen hat. Es ist also sinnvoll, die Heizung als Wärmequelle und Warmwasserbereitung so anzupassen, dass das Klimaziel, den Treibhaus-Ausstoß bis 2030 um 55 % gegenüber dem Wert von 1990 zu verringern, erreicht werden kann. Dies könnte langfristig nicht nur etwas mit Klimaschutz, sondern auch ihrem Geldbeutel zu tun haben.

Um klimaneutral zu heizen, gibt es drei Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Der Energieträger
  • Die Dämmung des Hauses
  • Ihr Nutzungsverhalten

Wärmepumpen als Energieträger

Ölheizungen dürfen ab 2026 nur noch in Ausnahmefällen eingebaut werden, da von fossilen Brennstoffen der größte CO₂-Fußabdruck ausgeht. Außerdem ist Öl als fossiler Brennstoff endlich und sollte eingespart werden. Es wird also nötig, nach Alternativen Ausschau zu halten.

Wärmepumpen werden derzeit am häufigsten in Neubauten installiert und in älteren Gebäuden nachgerüstet. Sie gelten als klimaneutral, da sie erneuerbare Energien wie Erdwärme, die Umgebungsluft und Grundwasser nutzen. Um eine Wärmepumpe effizient zu nutzen, müssen einige Faktoren am Haus berücksichtigt und gegebenenfalls geändert werden. Hier geht es beispielsweise um die Dämmung der Fassade und den Austausch älterer Fenster. Da eine Wärmepumpe Strom verbraucht, sollte darauf geachtet werden, genau diesen so weit wie möglich einzusparen oder ihn über Photovoltaik zu gewinnen.

Was bei der Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zu beachten ist, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Solarthermie

Die Solarthermie-Anlage versorgt Ihr Haus mithilfe der Wärme der Sonnenstrahlen mit Warmwasser und kann Ihre Heizungsanlage als Hybridlösung unterstützen. Sie ist nicht zu verwechseln mit einer Photovoltaikanlage, die Solarstrom erzeugt.

Die Solarthermie-Anlage besteht aus Sonnenkollektoren, die flach oder röhrenförmig auf Ihrem Dach befestigt werden und dort die Hitze aufnehmen. Abhängig ist die Effizienz dieser Anlage von der Größe der Dachfläche. Meist reicht sie jedoch nicht für das gesamte Warmwasser eines Einfamilienhauses aus.

Gasheizungen

Eine Gasheizung nutzt fossile Brennstoffe und darf nur noch bis 2025 neu installiert werden. Bei den stetig steigenden Gaspreisen werden sich wahrscheinlich immer weniger Menschen für die Neuinstallation einer Gasheizung entscheiden. Erwähnt werden muss aber, dass eine moderne Gasheizung energieeffizient arbeitet und geringe CO₂-Emissionen hat. Um den Gasverbrauch zu reduzieren, kann sich eine Hybrid-Lösung mit einer Wärmepumpe lohnen, was staatlich gefördert wird.

Pelletheizung

Eine Pelletheizung gilt als regeneratives Heizsystem, weil Holz stetig nachwächst. Außerdem wird sie als CO₂-neutral eingeschätzt, da nur so viel CO₂ freigesetzt wird, wie ein Baum in seinem Leben aufgenommen hat. Wie bei einer Hackschnitzelheizung wird beim Heizen dieses Systems Holz in Form von Pellets verwendet. Nachteile dieser Art Energieträger ist, dass das CO₂ schlagartig freigesetzt wird, wozu die Natur viel länger braucht und dass Holz eine andere Dichte als Öl oder Gas hat, was bedeutet, dass viel mehr Pellets zum Heizen benötigt werden, als es bei Öl oder Gas der Fall ist.

Es gibt zwei verschiedene Arten der Pelletheizung: der Pelletofen oder der Pelletkessel. Der Pelletkessel funktioniert genau wie jede andere zentrale Heizungsanlage mit einem Kessel im Heizungsraum oder -Keller. Ein Pelletofen wird im Wohnraum aufgestellt und ähnelt hierbei einem Kamin. Beide benötigen einen Pufferspeicher, damit die Heizungswärme so lange gespeichert wird, bis sie im Haus benötigt wird.

Wasserführende Kaminöfen

Dabei handelt es sich um einen Kaminofen mit Holz, der mit einem Wasserwärmetauscher kombiniert ist. Dabei wird die Wärme aus dem Kaminofen in alle Räume des Hauses verteilt. Der Kaminofen ist freistehend und wird mit Holz oder Pellets beheizt. Er wird zusätzlich am Wasserkreislauf der Zentralheizung Ihres Hauses angeschlossen, was bedeutet, dass er für eine Hybridlösung mit einer weiteren Heizungsanlage geeignet ist. Dazu muss immer genügend Holz vorhanden sein und nachgelegt werden.

Hybridlösungen

Bei Hybridlösungen werden zwei verschiedene Energieträger kombiniert. Gerade bei älteren Häusern wird ein Heizsystem mit fossilen Brennstoffen genutzt, welches oft mit einem System der erneuerbaren Energien nachgerüstet und gemeinsam genutzt wird. Es gibt viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, die häufigsten sind:

  • Gasbrennwertheizung mit Wärmepumpe
  • Ölheizung mit Wärmepumpe
  • Wärmepumpe mit Photovoltaik

Die Vorteile von Hybridlösungen liegen klar auf der Hand: Sie arbeiten effizient und sparsam und können, falls ein System nicht genügend Leistung bringt, das andere nutzen. In Zukunft sind Sie nicht mehr von einer Energiequelle abhängig, was eine größere Unabhängigkeit mit sich bringt. Der Einbau von Hybridlösungen kann staatlich gefördert werden.

Die Nachteile bestehen darin, dass eine Hybridlösung ein perfektes Zusammenspiel der Technik benötigt, was zum Teil sehr fehleranfällig sein kann. Außerdem nutzen sie damit oft noch fossile Brennstoffe und unterliegen weiterhin deren Preisschwankungen.

Klimafreundlich heizen – alte Heizungen modernisieren

Wenn Sie Ihre alte Heizungsanlage modernisieren möchten, gibt es einige Fragen, die Sie sich vorher stellen sollten:

  • Soll Ihr System komplett ausgetauscht werden?
  • Können Sie sich eine Kombination aus verschiedenen Techniken vorstellen?
  • Muss Ihr Haus angepasst werden und ist das möglich?
  • Welche Alternativen sind bei Ihrem Haus möglich?

Wenn Sie Ihr System komplett austauschen möchten, haben Sie die Wahl verschiedener klimafreundlicher Heizmethoden. Die derzeit häufigste Anlage ist die Wärmepumpe.

Um eine Wärmepumpe installieren zu lassen, müssen Sie entscheiden, welche Art der Wärmepumpe für Sie infrage kommt, denn nicht jede ist überall möglich. Es gibt drei Arten der Wärmepumpen: die Luftwärmepumpe, die Erdwärmepumpe und die Sole-Wasser-Wärmepumpe. Alle Wärmepumpen nutzen Außenwärme, die nichts kostet.

Um eine Erdwärmepumpe zu installieren, müssen vorher Probebohrungen gemacht werden. Es wird viel Platz für diese Art Wärmepumpe benötigt, da Erdbohrungen ins Erdreich gemacht oder Erdkollektoren unter die Erdoberfläche gelegt werden müssen. Vorteil ist, dass die Temperatur unter der Erde gleichbleibend hoch ist und die Heizungsanlage nicht mehr viel aufheizen muss.

Für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe müssen zwei Brunnen, die weit genug auseinander liegen müssen, ins Erdreich gebohrt werden, um das Grundwasser zu nutzen. Auch das Grundwasser hat gleichbleibend hohe Temperaturen, die genutzt werden können. Erdwärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe sind genehmigungspflichtig.

Die Luftwärmepumpe nutzt die Außenluft, welche allerdings Schwankungen unterliegt.

Um eine Förderung zu erhalten, sollte das Haus energieeffizient saniert werden. Das beinhaltet unter anderem die Dämmung der Fassade und neue Fenster.

Weitere Informationen, was beachtet werden muss, wenn eine Wärmepumpe in einem Altbau installiert werden soll, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Kombination aus verschiedenen Heizungstechniken

Eine Kombination aus verschiedenen Heizungsarten macht Sinn, wenn Ihre Anlage noch modern ist und noch nicht ausgetauscht werden sollte, Sie aber in eine klimafreundliche Richtung gehen wollen.

Auch wenn Sie schon ausschließlich mit einer Wärmepumpe heizen und Ihr Warmwasser bereiten, kann eine Kombination mit Photovoltaik Geld sparen. Eine Wärmepumpe nutzt zwar kostenlose Ressourcen, braucht aber viel Strom, welchen Sie über eine Photovoltaikanlage gewinnen können.

Eine moderne Gasheizungsanlage mit einer Wärmepumpe und eventuell noch zusätzlich mit Photovoltaik zu kombinieren, wird vom Staat gefördert. Wenn Sie eine Luftwärmepumpe nutzen, die die Außenluft nutzt, kann die Gasheizungsanlage im Winter einspringen, um die Luftwärmepumpe zu unterstützen oder zu ersetzen.

Klimafreundliches Nutzungsverhalten beim Heizen

Auch Ihr Nutzungsverhalten beim Heizen kann sich auf das Klima auswirken. Hier ein paar Beispiele, was Sie machen können:

  • Die Raumtemperatur anpassen – viel genutzte Räume sollten zwischen 19 und 22 °C und Schlafräume etwa 15 bis 17 °C haben.
  • Elektronische Thermostatventile nutzen – diese erleichtern das Anpassen der Raumtemperatur.
  • Auch bei Abwesenheit die Heizung nicht abdrehen – eine konstante Raumtemperatur von etwa 15 °C sollte gehalten werden.
  • Bei Dunkelheit die Rollläden und Jalousien nutzen, damit weniger Wärme über die Fenster verloren geht.
  • Dämmplatten hinter die Heizkörper installieren.
  • Heizungsanlage regelmäßig warten lassen.
  • Die richtige Art des Lüftens: Stichwort Stoßlüften.

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es für klimafreundliches Heizen?

Durch das Klimapaket der Bundesregierung wird die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen stärker gefördert als bisher.

Seit Juli 2022 erhält jeder eine Prämie von zehn Prozent der Kosten, allerdings höchstens 6.000 Euro für einen Austausch einer funktionstüchtigen Heizung mit fossilen Brennstoffen gegen eine klimafreundliche Alternative von der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude).

Heizsysteme, die nur noch erneuerbare Energien nutzen, werden vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) mit einem Satz von 45 Prozent gefördert. Hybridheizungen, die erneuerbare Energien und Gas nutzen, werden mit einem Satz von 40 Prozent gefördert. Wenn Sie die Gasheizung mit einer Wärmepumpe installieren, können Sie einen Zuschuss zum Anschaffungspreis und den Installationskosten von bis zu 30 Prozent erhalten. 

Ölheizungen werden nicht über das Klimapaket gefördert. Es sind stattdessen höhere Kreditbeträge und Tilgungs- und Investitionszuschüsse möglich.

Sie können hier weiter nachlesen, welche Förderung für Sie infrage kommt.

Fazit

Klimafreundlich heizen bedeutet, CO₂ durch eine energieeffiziente und umweltfreundliche Heizungsanlage einzusparen, um aufzuhalten, dass weiterhin CO₂ in die Atmosphäre steigt, welches sich nachweislich auf die Erderwärmung auswirkt. Das Klimapaket der Bundesregierung enthält als wichtiger Bestandteil die Heizung der deutschen Haushalte als größter CO₂-Faktor. Es wird also immer wichtiger, die eigene Heizungsanlage so anzupassen, damit das Klimaziel bis 2030 den CO₂-Ausstoß stark zu verringern, erreicht werden kann.

Wir bei Klivatec beraten Sie gerne, wie Ihre Heizungsanlage modernisiert und klimaneutraler werden kann. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, wir helfen Ihnen gerne – von der Angebotserstellung bis zur Installation – und suchen für Sie die beste Lösung!

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