Photovoltaik-Fassade – Mehr Potenzial dank Innovation

Photovoltaik-Fassade – Mehr Potenzial dank Innovation

Photovoltaik-Fassade – Mehr Potenzial dank Innovation

Solarmodule auf dem Dach gehören bereits seit Jahrzehnten zu attraktiven Alternativen, wenn es um umweltfreundliche Stromgewinnung geht. Doch die vergleichsweise dicken Module eignen sich nur bedingt zum Anbringen an der sonst ungenutzten Fassade. Eine moderne Photovoltaik-Fassade bietet hingegen dank Dünnschichtmodulen weitaus mehr Gestaltungsmöglichkeiten – sowohl bei der Farbwahl als auch zur stilvollen Integration. Durch diese Innovation lassen sich noch mehr Flächen sinnvoll zur nachhaltigen Energiegewinnung nutzen.

Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, was eine Photovoltaik-Fassade ist und welche Vorteile sie Ihnen bietet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich diese Investition langfristig bezahlt machen.

Themen auf dieser Seite:

Was ist eine Photovoltaik-Fassade?

Kristalline Dachmodule dominieren bereits seit mehr als 50 Jahren die regenerative Stromgewinnung durch Solarkraft. Sie überzeugen durch einen hohen Wirkungsgrad und ausgereifte Technologie. Jedoch sind sie vergleichsweise sperrig und eignen sich deswegen meist nur zum Einsatz auf dem Dach. Es gibt zwar keine technischen Hinderungsgründe, die dicken Dachmodule an der Fassade anzubringen, dafür aber umso mehr ästhetische.

Genau hier kommt eine schicke Photovoltaik-Fassade ins Spiel. Sie besteht nämlich zumeist aus optisch attraktiven Dünnschichtmodulen, die weitaus mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten und sogar als Designelemente eingesetzt werden können. Mit einer sinnvollen Kombination aus leistungsstarken Dachmodulen und schicken Dünnschichtmodulen auf der Fassade lässt sich der Energieertrag eines Gebäudes erheblich steigern.

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Standortanforderungen einer PV-Fassade

Eine Solaranlage, ob auf dem Dach oder an der Fassade, arbeitet nur bei direkter Sonneneinstrahlung effizient. Dieser Grundsatz unterscheidet sich auch nicht bei einer Solarfassade. Im besten Fall können Sie die Anzahl der Sonnenstunden maximieren und Schattenbildung vermeiden. Das sind nämlich mitunter die wichtigsten Anforderungen beim Standort bzw. der Platzierung.

Möchten Sie eine Photovoltaik-Fassade an Ihrem Einfamilienhaus anbringen, dann wählen Sie zunächst einmal die südliche Himmelsrichtung. Hierbei ergeben sich über das Jahr hinweg mit Abstand die meisten Sonnenstunden – je südlicher die Ausrichtung, desto besser. Aufgrund des niedrigeren Effizienzgrads von Dünnschichtmodulen sind andere Himmelsrichtungen in den meisten Fällen nicht empfehlenswert.

PV-Module mit senkrechter Montage an der Fassade profitieren besonders im Winter durch flach auftretende Sonnenstrahlen am Morgen. Doch es kann oft zu langen Schattenwürfen von anderen Häusern, Zäunen oder Gebäuden kommen. Solche Faktoren lassen sich natürlich nur zum Teil beeinflussen, dürfen aber bei der Standortbestimmung nicht vernachlässigt werden.

Haben Sie noch weitere Fragen?

Was sind die Vor- und Nachteile einer Photovoltaik-Fassade?

Eine Solarfassade kann Ihnen zahlreiche Vorteile bieten. Jedoch gibt es auch nennenswerte Nachteile, die wir im folgenden Abschnitt aufzeigen werden.

Vorteile:

  • Optik: Eine Photovoltaik-Fassade besteht in der Regel aus optisch ansprechenden Dünnschichtmodulen. Diese lassen sich in verschiedenen Farben herstellen und perfekt mit Fassaden aus Glas, Keramik, Putz oder Naturstein verbinden.
  • Flexibilität: Die Technologie hinter Dünnschichtmodulen erlaubt einen flexiblen Einsatz. Diese sind dünn, leicht und oft sogar biegbar. So ist es möglich, auch Fenster oder bewegliche Gebäudeteile damit auszustatten, ohne die Lebensdauer zu verringern.
  • Nachhaltigkeit: Solarmodule sind ein wichtiger Baustein für nachhaltige Energieerzeugung. Die Hausverkleidung wird dabei als Nutzfläche jedoch oft vernachlässigt. Eine schicke Photovoltaik-Fassade gleicht diesen Umstand wieder aus.
  • Bessere Leistung im Winter: Prinzipiell erreichen vertikale PV-Anlagen an der Fassade nicht die Effizienz einer Dachanlage, mit Ausnahme zur Winterzeit. Die flachen Sonnenstrahlen und die Lichtreflexionen von weißem Schnee auf dem Boden können die Leistung erheblich steigern.
  • Reinigung: Solarmodule an der Fassade nehmen viel weniger Schmutz auf und müssen seltener gereinigt werden. Dadurch bleibt die Leistung über einen längeren Zeitraum auf konstantem Niveau. Insbesondere Schneefall kann eine Dachanlage komplett blockieren – eine Solarfassade betrifft das nicht.
  • Montage: PV-Module mit senkrechter Montage sind zwar nicht weniger aufwändig als eine Montage auf dem Dach, jedoch sind sie weitaus weniger gefährlich. Denn die Monteure können dank mitgebrachtem Gerüst direkt an der Hausverkleidung arbeiten.

Nachteile:

  • Effizienz: Zwar kann eine Photovoltaik-Fassade den Energieertrag als Ganzes erhöhen, doch sie arbeitet über das Jahr hinweg nicht so effizient wie eine vergleichbare Solaranlage auf dem (Schräg-)Dach. Im Normalfall sollten Sie mit 20 bis 30 Prozent weniger Leistung auf gleichem Raum rechnen.
  • Preis: Wer keine dicken Dachmodule an der Fassade anbringen und zu stylischen Dünnschichtmodulen greifen möchte, muss aktuell noch mit höheren Kosten rechnen.
  • Standortanforderungen: Insbesondere innerhalb eines dicht besiedelten Gebiets ist es praktisch unmöglich, optimale Standortbedingungen zu erfüllen. Nachbarhäuser und Bäume sorgen in der Regel für einige Schattenstunden.
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Warmfassade und Kaltfassade – Was ist der Unterschied?

Warmfassade

Im Wesentlichen unterscheiden sich die beiden Optionen darin, ob zwischen der Hauswand und dem Solarmodul Luft zirkuliert oder nicht. Die Dünnschichtmodule einer modernen Photovoltaik-Fassade lassen sich direkt an der Hauswand anbringen, ganz ohne Zwischenräume für einen Luftzug. In diesem Fall wird von einer luftdichten Vorhangfassade, die das Gebäude zusätzlich vor Feuchtigkeit, Kälte und Hitze schützen kann, gesprochen.

Da das Modul direkt auf der Hauswand aufliegt, kommen für eine Warmfassade ausschließlich Dünnschichtmodule infrage. Wie bereits angesprochen, überzeugen diese mit einer schicken Optik und viel Flexibilität. Abstriche sind hingegen bei der Effizienz zu machen. Dennoch entscheiden sich immer mehr Menschen für diese modische Alternative, auch weil es in der Zukunft beim Leistungsgrad noch sehr viel Spielraum nach oben gibt.

Kaltfassade

Bei der Kaltfassade wird manchmal auch von einer vorgehängten Fassade mit Hinterlüftung gesprochen. Zwischen der Gebäudemauer und dem Solarmodul gibt es also einen Zwischenraum, in dem Luft zirkulieren kann. Ein ausreichend starker Luftstrom ist sogar eine Bedingung dafür, dass eine solche PV-Anlage erst richtig funktionieren kann. Denn in der Regel handelt es sich bei vorgehängten Fassaden (bzw. Modulen) um die typischen kristallinen Dachmodule.

Im Fall von starker Sonneneinstrahlung staut sich hinter diesen viel Wärme an, die nur durch eine gute Luftzirkulation abgeführt werden kann. Prinzipiell ist es möglich zu sagen, dass Warmfassaden mit Dünnschichtmodulen bestückt werden, während traditionelle kristalline Solarmodule (mit Siliziumwafern) sich nur für eine Kaltfassade eignen.

Weitere Solarprodukte für das Haus

Abgesehen von Dächern und Fassaden entwickeln findige Unternehmen derzeit aber noch eine Vielzahl weiterer Solarprodukte, die sich für das eigene Zuhause eignen. Diese mögen zwar auf den ersten Blick ein wenig ausgefallen wirken, doch sie könnten bei steigenden Strompreisen in Zukunft beliebter werden.

  • Solarterrasse und Solarwintergarten: Ein weiteres praktisches Anwendungsgebiet können Terrassen und Wintergärten sein. Mit abstehenden Siliziumscheiben lassen sich nämlich verschiedene Grade der Lichtdurchlässigkeit erreichen – von halb-transparent bis lichtdicht.
  • Solarzaun und Solarsichtschutz: Diese funktionieren ähnlich wie eine Solarfassade beim Neu- oder Altbau. Es gibt jedoch den Vorteil, dass Zäune und Sichtschutze von weniger Schattenfall profitieren könnten. Das kann besonders am frühen Morgen zur Energiegewinnung beitragen.
  • Solarbalkon: Mittlerweile bieten Unternehmen sogar Balkongeländer an, die aus Solarmodulen bestehen. Die Stromerzeugung kann damit also fast schon lückenlos auf das ganze Haus ausgeweitet werden – eine sinnvolle Option im Hinblick auf die derzeitigen Rekordstrompreise.
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Ausblick in die Zukunft

Aufgrund der rasant ansteigenden Strompreise werden Photovoltaik-Fassaden in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Mittlerweile setzen zwar viele Hausbesitzer und Unternehmen auf Solaranlagen auf dem Dach, doch die Fassade bleibt nach wie vor meistens ungenutzt. Dabei lassen sich jedoch mit einer eleganten Hausverkleidung aus schicken Dünnschichtmodulen sowohl ästhetische als auch praktische Aspekte realisieren.

Zudem ist in den nächsten Jahren noch mit weiteren Fortschritten bei der Technologie zu rechnen. Solarmodule profitieren von einer immer besseren Effizienz und niedrigeren Anschaffungskosten. Sollten sich die Herstellungsprozesse für die noch aufwändigere Dünnschicht-Photovoltaik verbessern, dann steht dem Siegeszug der Photovoltaik-Fassade praktisch nichts mehr im Weg.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Hat eine Photovoltaik-Fassade besondere rechtliche Anforderungen?

Sie können bei Privathäusern in der Regel ohne jegliche Genehmigungen eine Solaranlage installieren. Es spielt dabei keine Rolle, ob diese sich letztlich auf dem Dach oder an der Fassade befindet. Es kann jedoch lokale Einschränkungen und Vorgaben geben. Denkmalgeschützte Gebäude sollten prinzipiell immer nur in Absprache mit dem örtlichen Amt angefasst werden. Vergessen Sie auch nicht, eine Solaranlage, die Strom in das öffentliche Stromnetz einspeist, anzumelden.

Welche Solarmodule eignen sich für die senkrechte Montage?

Grundsätzlich eignen sich alle Solarmodule für eine senkrechte Installation. Nicht selten sind übliche Dachmodule auch an der Fassade angebracht. Immer mehr Menschen greifen jedoch zu den modischeren Dünnschichtmodulen, die eine Photovoltaik-Fassade erst so richtig in Szene setzen.

Muss eine Photovoltaik-Fassade dem Finanzamt gemeldet werden?

Sollte eine Solaranlage durch die Stromeinspeisung steuerrelevante Gewinne erzielen, dann kann eine Anmeldung beim Finanzamt notwendig sein. Informieren Sie sich vorab unbedingt zu diesem Thema, weil es viele Aspekte zu beachten gibt.

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Fazit: Lohnt sich eine Solarfassade?

Eine Photovoltaik-Fassade kann sowohl Hausbesitzern als auch Unternehmen praktische Vorteile bieten. Sie kann als sinnvolle Ergänzung zur bereits vorhandenen Solaranlage auf dem Dach dienen und Ihnen dabei helfen, noch unabhängiger zu sein. Moderne Dünnschichtmodule sehen dabei schick aus und lassen sich sogar als Designelement verwenden, auch wenn sie etwas weniger effizient sind.

Wenn Ihr Haus oder Gebäude die Standortanforderungen erfüllt, dann kann sich eine Solarfassade bezahlt machen. Die stark gestiegenen Strompreise und die immer günstigeren Herstellungskosten machen diese Investition heutzutage immer attraktiver.

Haben Sie noch weitere Fragen zum Thema Photovoltaik-Fassade? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf – wir von Klivatec beraten Sie gern.


QUELLEN:

https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/solarenergie/solaranlage/photovoltaik-fassade

https://wohnglueck.de/artikel/wann-sich-eine-pv-fassade-lohnt-58696

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