Wärmepumpe einbauen: Das müssen Sie wissen

Eine Wärmepumpe als Heizung und zur Warmwasserbereitung in Ihrem Haus einzubauen, ist eine Möglichkeit, um von fossilen Brennstoffen wegzukommen oder sie gar nicht erst zu nutzen. Sie kann staatlich gefördert werden, hat geringe Energiekosten und arbeitet umweltfreundlich. Welche Arbeiten beim Einbau einer Wärmepumpe anfallen können, ob Sie sie selbst einbauen können und was dabei berücksichtigt werden muss, erfahren Sie hier. 

Welche Arbeiten können beim Einbau einer Wärmepumpe anfallen?

Zuerst muss geklärt werden, welche Art von Wärmepumpe für Sie in Ihrem Einfamilienhaus infrage kommt. Nicht jede Wärmepumpe ist überall einsetzbar. Welche Arten von Wärmepumpen es gibt und wie diese funktionieren, können Sie in diesem Artikel nachlesen. 

Grundstück und Garten

Bei einer Wasser-Wasserpumpe müssen zwei Brunnen im Abstand von 15 Metern gebohrt werden. Zudem wird eine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde benötigt. Die Installation einer solchen Pumpe ist in einem Wasserschutzgebiet nicht möglich. Wie es um Ihr Grundwasser steht, können Sie bei bgr.bund.de nachlesen. 

Auch bei einer Erdwärmepumpe müssen Erdbohrungen vorgenommen oder Kollektoren in Ihrem Garten verlegt werden. Dies erfordert einiges an Platz und muss später bei der Bepflanzung beachtet werden, da etwa keine Bäume gepflanzt werden können, weil deren Wurzeln die Kollektoren beschädigen können. Auch diese Art der Wärmepumpe ist genehmigungspflichtig. Zudem müssen bei beiden Pumpen die Bohrstellen für die Bohrgeräte zugänglich sein.

Eine Luftwärmepumpe benötigt diese Vorkehrungen nicht, da sie mit der Energie der Luft arbeitet. Sie ist weniger effizient als andere Pumpen, da die Temperaturen während der Heizperiode unter der Erde höher sind als die Temperaturen der Luft. Dafür ist sie platzsparend, denn sie benötigt lediglich einen Platz im Heizungskeller sowie einen Aufstellort vor dem Haus oder im Garten, der etwa zwei Quadratmeter misst.

Eine Warmwasser-Wärmepumpe ist nur zur Bereitstellung von Warmwasser und nicht zum Heizen geeignet. Diese benötigt die wenigsten Vorkehrungen und am wenigsten Platz, arbeitet aber auch weniger effizient. Daher sollten Sie in Betracht ziehen, sie mit einer Photovoltaikanlage zu kombinieren, um Strom zu sparen. 

Heizungsraum

Bei allen Wärmepumpen benötigen Sie im Heizungsraum oder -keller einen Wärmetauscher, der die gewonnene Wärme auf die Heizanlage überträgt. Zudem sind Bohrarbeiten durch die Außenwand vonnöten, damit die Wärme in den Wärmetauscher gesaugt werden kann. Hierbei benötigt die Anlage der Luftwärmepumpe den wenigsten Platz. 

Dämmung des Hauses

Es ist wichtig, die Raumtemperatur gleichmäßig zu halten, damit die Wärmepumpe effizient arbeiten kann. Dies kann erreicht werden, indem die Außenwände gut gedämmt werden. Auch der Austausch der Fenster, die als die häufigste Kältebrücke gelten, kann Sinn ergeben. 

Austausch der Heizkörper

Da das Wasser in den Heizkörpern nicht so heiß ist wie bei einer Heizungsanlage, die mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, ist es nötig, Heizkörper mit einer größeren Fläche einzusetzen. Am effektivsten arbeitet eine Fußbodenheizung, da sie über die größte Fläche verfügt. Auch größere, flache Heizkörper können eingesetzt werden – bei einem gut gedämmten Haus können allerdings auch kleine Heizkörper ausreichen. Wir von Klivatec.de beraten Sie gerne und erklären Ihnen, was bei Ihnen Zuhause am meisten Sinn ergibt.

Photovoltaikanlage installieren

Eine Wärmepumpe verursacht nur Betriebskosten, da sie keine fossilen Brennstoffe benötigt. Diese Betriebskosten bestehen hauptsächlich aus den Stromkosten. Viele Stromanbieter bieten spezielle Wärmepumpentarife an. Sie können hier nachlesen, welcher Stromanbieter derzeit der günstigste für Wärmepumpen ist.

Es ist zudem möglich, den Strom über Photovoltaikanlagen selbst zu erzeugen und die Betriebskosten der Wärmepumpe darüber abzudecken. Was es bei der Installation einer Photovoltaikanlage zu beachten gilt, haben wir hier zusammengefasst.   

Kann ich eine Wärmepumpe selbst einbauen?

Eine Erdwärmepumpe oder eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann nicht selbst eingebaut werden, da hier Erdbohrungen bzw. Erdkollektoren vonnöten sind. 

Auch bei der Luftwärmepumpe oder Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die Installation so komplex, dass Fachpersonal diese vornehmen sollte. Außerdem arbeiten Wärmepumpen mit Kältemitteln – genau wie Klimaanlagen und Kühlschränke auch. Diese müssen unbedingt von einer Fachkraft eingefügt werden, da diese gefährliche Gase absondern. 

Falls Sie sich doch in der Lage sehen, die Installation Ihrer Wärmepumpe selbst in die Hand zu nehmen, sollten Sie beachten, dass eine falsch eingebaute Wärmepumpe wenig effizient ist. Sie setzen sich einem großen Risiko einer Panne oder einer Fehlfunktion aus. Es kann zudem sein, dass die Garantie des Herstellers verfällt – auch Ihr Versicherungsschutz kann in diesem Fall verfallen. Zudem kann ein Fehler Ihrer Wärmepumpe Ihr Haus beschädigen. 

Falls Sie sich trotz dieser Risiken an die Selbstinstallation wagen möchten, sollten Sie sich unbedingt die Bedienungsanleitung Ihrer Wärmepumpe durchlesen. 

Ausnahme: Die Warmwasser-Wärmepumpe

Die Warmwasser-Wärmepumpe dient ausschließlich der Gewinnung von Warmwasser im Haus – es kann also nicht mit ihr geheizt werden. Sie benötigt keine Außeneinheiten und keine Erdbohrungen, weshalb nur Luftkanalanschlüsse durch die Fassade gebohrt werden müssen, um einen Unterdruck im aufgestellten Raum zu vermeiden.

Zwar ist auch für die Installation einer Warmwasser-Wärmepumpe Know-how gefragt, doch wenn Sie als Privatperson über Fachwissen im Sanitär- und Elektrizitätsbereich verfügen, können Sie solche Bohrungen auch selbst in Angriff nehmen. 

Allgemeine Informationen zur Anbringung einer Wärmepumpe

Außeneinheit

Die Außeneinheit muss so nah wie möglich an das Innengerät gestellt werden, weshalb der Aufstellort der Wärmepumpe gut gewählt sein muss. Dazu wird sie auf eine Halterung auf einem Sockel an einer ausgewählten Stelle angebracht. Diese kann sich im Garten, im Vorgarten oder auf einer Terrasse befinden. Sie benötigen einen Stromanschluss für das Gerät und eine Verbindung zum Innengerät durch eine Öffnung in der Fassade. 

Inneneinheit

Die Inneneinheit benötigt einen Stromanschluss, welcher gesondert gesichert werden muss. Sie muss so installiert werden, dass der Weg zur Außeneinheit kurz ist, und benötigt einen Wasseranschluss sowie Anschlüsse an die Leitung zum Warmwasser und zum zentralen Heizkreislauf des Hauses. 

Müssen bei einem Neubau Vorgaben berücksichtigt werden?

Beim Neubau Ihres Einfamilienhauses ist eine Wärmepumpe überhaupt kein Problem. Im Gegensatz zu einem Bestandshaus können die Leitungen durch die Bodenplatte in den Heizungsraum oder -Keller eingeführt werden. Bei einem Bestandshaus hingegen muss die Außenwand durchbohrt und die Lage der Geräte gut durchdacht werden.

Fazit

Um eine Wärmepumpe in Ihrem Haus einzubauen, gibt es einige Voraussetzungen, die beachtet werden müssen. Wenn Sie die verschiedenen Arbeiten abwägen, sich für das für Sie passende Gerät entschieden haben und die Installation fachmännisch durchführen lassen, haben Sie viele Jahre Ruhe. Zudem sparen Sie bares Geld, da Sie unabhängig von fossilen Brennstoffen sind und dennoch ein warmes Zuhause für sich und Ihre Lieben haben. 
Wir von Klivatec beraten Sie gerne. Unser kompetentes Team steht Ihnen telefonisch und schriftlich bei Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung. Wir begleiten Sie von der Angebotserstellung bis zum Einbau und zeigen Ihnen, wie einfach und unkompliziert wir alle wichtigen Schritte für Sie lösen können.

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