Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe heißt auch Grundwasserwärmepumpe, da sie umweltfreundlich das Grundwasser nutzt, mit dem Sie Ihr Haus heizen und mit Warmwasser versorgen können. Was genau eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe ausmacht, wie sie funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt und was Sie sonst noch wissen müssen, erfahren Sie hier. 

Was ist eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser zur Wärmegewinnung, damit Sie Ihr Haus heizen und mit warmem Wasser versorgen können. Grundwasser selbst hat über das Jahr eine konstante Temperatur, weshalb es hervorragend dafür geeignet ist, um für die Grundwasserwärmepumpe genutzt zu werden. 

Wie funktioniert eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe?

Diese Art der Wärmepumpe benötigt einen Saugbrunnen, um das warme Wasser aus dem Grundwasser zu gewinnen und in die Wärmepumpe zu saugen. Diese nutzt die Wärme des Grundwassers, um in einem geschlossenen Kreislauf ein Kältemittel verdampfen zu lassen. Der Dampf wird verdichtet, wodurch Druck entsteht. Dadurch erhöht sich die Temperatur, welche zum Heizen und Warmwasser genutzt wird. 

Ein weiterer Brunnen, der Schluckbrunnen, befördert das verbrauchte, erkaltete Wasser wieder ins Erdreich zurück. 

Was sind die Vor- und Nachteile? 

Zu den Vorteilen zählen in erster Linie die Effizienz der Wasser-Wasser-Wärmepumpe, wodurch Ihre Heizkosten enorm gesenkt werden. Ein Problem kann sein, dass die Temperatur des Taupunktes in einem Raum unterschritten wird, wodurch die Luft Kondenswasser in Form von Pfützen auf dem Boden hinterlässt. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass die Raumtemperatur nicht zu sehr und zu schnell erhöht, sondern eher gleichbleibend gehalten wird.

Die Brunnen müssen etwa 15 Meter voneinander entfernt sein, was bei manchen Grundstücken nicht möglich ist und somit als Nachteil gewertet werden kann.

Außerdem kann der Schluckbrunnen überlaufen, falls er zu klein oder verschmutzt ist. Infolgedessen muss er gereinigt werden, was Wartungskosten mit sich bringt. 

Falls Sie in einem Heilquellen- oder Wasserschutzgebiet wohnen, werden Sie keine Genehmigung erhalten. Wie es um Ihr Grundwasser steht, können Sie bei bgr.bund.de nachlesen.

In einem niederschlagsarmen Sommer kann der Grundwasserspiegel so weit sinken, dass der Brunnen leerläuft – in diesem Fall müsste er tiefer gebohrt werden. Dies kommt allerdings sehr selten vor, weshalb es wichtig ist, sich gleich darüber bei der Planung beraten zu lassen. Wir von Klivatec helfen Ihnen gerne weiter. 

Weitere Vorteile im Überblick:

  • Höhere Effizienz im Vergleich zu anderen Wärmepumpen.
  • Kein zusätzlicher Heizkessel nötig.
  • Konstante Wärme, da das Grundwasser gleichbleibend temperiert ist.
  • Günstige Wärmepumpen-Stromtarife bei Stromanbietern.
  • Wenig Platz wird benötigt.
  • Leise und umweltfreundlich.
  • Alternative zu einer Klimaanlage, denn Kühlen ist auch möglich. 
  • Kann staatlich gefördert werden.
  • Geringe Betriebskosten. 

Weitere Nachteile im Überblick: 

  • Die Kosten der Anschaffung und Installation sind höher als bei einer Luft-Wärmepumpe, da zwei Brunnen geschlagen werden müssen. 
  • Diese Art der Wärmepumpe ist genehmigungspflichtig, es müssen also gesetzliche Vorgaben beachtet werden. 
  • Ein hoher Grundwasserspiegel ist Voraussetzung. 
  • Höherer Strombedarf, um die Brunnen und den Verdichter zu betreiben. 
  • In manchen Gegenden muss eine Vorrichtung gegen Vereisung vorhanden sein.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für den Betrieb?

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe arbeitet nur effizient, wenn die Grundwassermenge und -qualität stimmt. Die Brunnen sollten nicht tiefer als 20 Meter ins Erdreich geschlagen werden, weil die Anlage sonst nicht mehr effizient arbeitet. Das Grundwasser sollte wenig Feststoffe wie Eisen und Mangan enthalten.

Sie benötigen eine Genehmigung der örtlichen unteren Wasserbehörde, um eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe zu nutzen. Die Beantragung und Bearbeitung Ihres Antrags können bis zu zwei Monate in Anspruch nehmen, die Sie einplanen sollten. 

Falls Sie einen Altbau mit dieser Pumpenart ausrüsten möchten, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Haus ausreichend gedämmt ist, damit die Pumpe so effizient wie möglich arbeiten kann. Auch großflächige Heizsysteme wie eine Fußbodenheizung funktionieren am besten mit einer Wärmepumpe. 

Was kostet eine solche Pumpe und lohnt sich die Investition?

Die Kosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe teilen sich auf in Anschaffungs-, Installations-, Bohrungs-, Wartungs- und Betriebskosten. 

Die Anschaffungskosten liegen zwischen 9.000 und 12.000 €, während die Installationskosten auf etwa 2.000 bis 3.000 € kommen. Die Bohrungen für die beiden Brunnen sind je nach Bohrtiefe und Gegebenheiten des Bodens mit 4.000 bis 7.000 € einzukalkulieren. 

Die Wartungs- und Betriebskosten sind deutlich geringer als bei einer Öl- oder Gasheizung. So ist die Wartung mit etwa 150 € im Jahr verschwindend gering im Gegenzug zur Wartung einer Ölheizung. 

Bei den Betriebskosten kommen lediglich Stromkosten hinzu, da das Grundwasser kostenlos ist. Hierfür können Sie einen Wärmepumpen-Stromtarif Ihres Stromanbieters nutzen oder die Anlage mit Photovoltaik ergänzen. Wie das funktioniert, haben wir hier für Sie erklärt. 

Wie steht es um die staatliche Förderung?

Sie müssen die Kosten für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe nicht allein tragen, denn der Staat unterstützt Sie mit einem Zuschuss des BAFA und übernimmt mindestens 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Wenn Sie eine alte Ölheizung ersetzen, werden sogar bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. 

Die KfW-Bank unterstützt Ihr Vorhaben mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen. 

Welche Alternativen gibt es?

Die Alternativen zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe unterscheiden sich in der Pumpenart. 

Die Luft-Luftwärmepumpe arbeitet mit Abluft, die sie wiederaufbereitet und mithilfe von Ventilatoren zurück ins Haus befördert. Sie ist günstiger in der Anschaffung und leicht zu installieren, doch ihre Effizienz ist geringer und sie wird nicht staatlich gefördert. 

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe unterscheidet sich von der Luft-Luftwärmepumpe insofern, als sie die Umgebungsluft nutzt. Wie die Wasser-Wasser-Wärmepumpe auch, nutzt sie ein Kältemittel. Allerdings ist ihre Effizienz geringer, da sie im Winter Effizienz-Schwankungen haben kann. Dafür kann sie staatlich gefördert werden.

Eine Erdwärmepumpe nutzt die Wärme aus dem Erdreich. Hier können Kollektoren flach unter der Erdoberfläche oder eine Erdsonde tief im Erdreich installiert werden, wodurch die Erschließungskosten bei der Erdwärmepumpe ebenfalls hoch sind und zumindest für die Installation der Kollektoren genügend Fläche benötigt wird. Bei eng stehenden Häusern ist diese Wärmepumpenart nicht geeignet. Sie arbeitet hocheffizient und wird staatlich gefördert, wobei eine behördliche Genehmigung benötigt wird.

Ob eine Alternative für Sie interessant ist, können Sie gerne hier nachlesen. 

Fazit

Das kostenlose Grundwasser zum Heizen zu nutzen, ist die derzeit modernste Art der Wärmegewinnung. Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe arbeitet umweltfreundlich und effizient, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die Planung und Erschließung bedarf etwas Zeit, doch der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf diese Art der Wärmepumpe lohnt sich langfristig. Unser kompetentes Team berät Sie gerne telefonisch sowie schriftlich. Wir begleiten Sie während des gesamten Kaufprozesses – von der Angebotserstellung bis zum Einbau – und stehen Ihnen bei Fragen zur Seite. Auch bei Instagram und Facebook stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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